Ziegelhäuser Themen

Stadtteilthemen

 

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Aufruf der Karte des
Heidelberger
Vermessungsamtes

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Intro - Video  Ziegelhausen - März 2020

GEMA-freie Musik von TerraSound

Interim - Feuerwehrhaus
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Neues Feuerwehrhaus
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Einweihung des neuen Feuerwehrhauses 

Die Tage des Interim - Feuerwehrhauses auf dem "Gscheidle" - Parkplatz in der Kleingemünder Straße sind gezählt.  Abteilungskommandant Eric Rohr würdigte zwar das dreijährige Provisorium "als Verbesserung zur alten Unterkunft" der Freiwilligen Feuerwehr , Abteilung Ziegelhausen, dennoch sollte in ein paar Wochen der lang ersehnte Umzug ins neue Domizil erfolgen. Im alten Hof des Bürgeramtes, früher Rathaus, wurde Neues, Modernes geschaffen. "Unten in der Garage Beton, damit die Löschfahrtzeuge standfest stehen, oben in den Personalräumen umweltbewusste Holzkonstruktion." - so der Leiter des städtischen Hochbauamtes Heußer. Von "Hybridbauweise" und "Passivhausprinzip" sprach Oberbürgermeister Dr. Würzner. "Mit diesem Gerätehaus schaffen wir das neue, moderne Zuhause für die Feuerwehr Ziegelhausen. Wir investieren weiter in die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger." Die Stadt Heidelberg hat sich neue Zuhause 3,65 Mio € kosten lassen, vom Bundesland kamen 120 000€.

Technische und logistische Neuerungen 

Über der L534 schwebt seit ein paar Tagen ein Hinweisanlage, die im Einsatzfalle die Autofahrer warnt und den ausfahrenden Löschfahrzeugen den Vorrang gibt, die den alten Spelzenacker nach Süden durchfahren.

Das Obergeschoss beherbergt Funktionsräume wie Funkraum, Verwaltungsraum und für die Jugendfeuerwehr ein eigener Raum. Nach Süden hin befindet sich eine kleine Küche und der Schulungsraum - mit herrlicher Aussicht auf den Neckar. Hochbauamtsleiter Heußer "hofft, dass dieses schöne Ambiente nicht so sehr zum Verweilen einlädt, dass womöglich Einsätze (ca. 110 im Jahr) versäumt werden."

Fahrzeughalle und Obergeschoss sind durch eine Treppe, einen Fahrstuhl und - schnell abwärts - Rutschstangen verbunden. 

Geschlechtsgetrennte Einrichtungen und Möglichkeiten zur Dekontamination nach Einsatzende runden die Ansprüche ab.

 

Übergabe des Schlüssels
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OB Dr. Würzner - Architekt Lengfeld - Stellv. Abteilungskommandant - Abteilungskommandant Eric Rohr - Stellv. Abteilungskommandant - Feuerwehrkommandant Holler - Amtsleiter Heußer - 

Abteilungskommandant Eric Rohr
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Eric Rohr, Abteilungskommandant der Frw. Feuerwehr Ziegelhausen innerhalb der Frw. Feuerwehr Heidelberg schilderte in seiner Ansprache die "grausigen" Zustände der alten Unterkunft. Das führte soweit, dass er den Abend seines eigenen Hochzeitstages bilokativ verbrachte - bei der ehelichen Feier und bei der entscheidenden Ausschusssitzung für den geplanten Neubau. Aber nun hätten 37 aktive Feuerwehrleute und 15 Jugendfeuerwehrleute den notwendigen und gut ausgerüsteten Mittelpunkt ihrer Arbeit. Insbesondere sei die Ziegelhäuser speziell für Notfälle im Wald ausgerüstet. - Posthum und mit Dankbarkeit erinnerte er an die unermüdliche Arbeit von Raimund Beisel.

Ziegelhausen hat am 14. September 2022 nicht nur ein neues, modernes Feuerwehrhaus erhalten: Mit dem Rückzug vom "Gscheidle" - Parkplatz wird dieser wieder frei für Kunden der Geschäfte in der Kleingemünder Straße, die dort maximal stundenweise parken könnten. 

Und - sollte in Ziegelhausen sämtliche Energie und Kommunikationstechnik mal ausfallen, bleibt der Feuerwehrstützpunkt als autarke Notrufzentrale und Anlaufpunkt.

Mängel an Treppenwegen
 
Unser Leser Dr. Jörg Sommer, der die Fußwegeinitiative Ziegelhausen führend mitgestaltet, hat an einigen Treppenwegen durchaus Mängel festgestellt und dies an das städtische Landschafts- und Forstamt weitergegeben. Zunächst aber bedankte er sich dafür, dass
einige wichtige Fußwege  - teilweise in Form von Treppen - von der Stadt wieder hergerichtet bzw. überhaupt erst benutzbar gemacht wurden. Zu bemängeln war allerdings, dass in Form der Fertigstufen aus Metall eine Billig-Lösung gewählt wurde, die zudem oft noch schlampig ausgeführt wurde. Handläufe wurden generell weggelassen. Vergleicht man das mit den Fußwege-Treppen früherer Jahrzehnte, kann das nur als Rückschritt bezeichnet werden - was umso mehr verwundert, als doch neuerdings im Zuge des des Kampfes gegen die drohende Klima-Katastrophe der öffentliche Nahverkehr (dazu gehört auch der Fußverkehr!) besonders gefördert werden sollte. Im Einzelnen führte er dazu noch aus:
Rosensteige
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Bild 2 Himmelsleiter
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Bild 3 Am Büchsenackerhang
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Bild 4
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1. Rosensteige, Flst. Nr. 50787 : Die Trittfläche der Stufen liegen z.T. deutlich tiefer als die Stufenkante und  ist zudem nur mit grobem Schotter verfüllt. Die Stufen sind unterschiedlich hoch. Ein Handlauf  fehlt. Alles zusammen führt das zu einer erhöhten Unfallgefahr. Ältere Benutzer*innen dieses Weges haben mir berichtet, dass sie künftig diesen Abschnitt meiden aus Angt, zu stolpern. Die Trittflächen müssten unbedingt mit feinem Splitt so aufgefüllt werden, dass sie mit der Trittkante in einer Ebene liegen.

2. Himmelsleiter, Flst. Nr. 50098, (Bild 2)  Gleiche Mängel wie oben. Die unterschiedliche Höhe der Stufen ist hier besonders zu   erkennen. Ein weiterer Mangel besteht an der Kreuzung dieses Weges mit der Straße "Am Büchsenackerhang" schon seit Jahrzehnten (Bild 3): Es ist für Fußgänger nicht zu erkennen, dass es sich hier um einen öffentlichen Weg handelt. Er wurde von einem Anlieger mit Handlauf und Beleuchtung so ausgestaltet, dass er den Eindruck eines Privatweges macht. Hier müsste dringend ein Schild angebracht werden mit dem Hinweis, dass es sich 1. um einen öffentlichen Weg handelt und 2., wohin er führt.

Das gleiche Problem besteht an der Fortsetzung dieser Treppe an der gleichen Stelle nach unten, Flst. Nr. 50098/5, (Bild 4) Bis vor wenigen Jahren hing hier noch ein Schild mit dem unteren Ziel: Neuer Weg und Neckarhelle. Das Schild wurde entfernt, der Metallpfosten steht noch (der weiße Zettel ist eine private Mitteilung).

3. Treppenweg zum Förster-Bronn-Weg, (Abschnitt zwischen Rainweg und Neue Stücker, Flst. Nr. 52220 (ohne Bild): Die gleichen Mängel Nr. 1. Hier tritt der Unterschied zu der liebevollen und aufwändigen Ausführung dieser Treppenwege in früheren Jahrzehnten besonder krass in Erscheinung, wenn man den genannten Abschnitt mit der Fortsetzung nach oben bis zum Waldrand vergleicht: Stabiler Handlauf, breite, bequeme Stufen aus Beton. Leider führt dieser letzte Abschnitt am Waldrand nach wie vor ins Nichts, eine Verbindung zum Waldwege-Netz wurde nicht hergestellt - ein Mangel, auf den wir schon seit langer Zeit immer wieder hingewiesen haben.

Das Landwirtschafts- und Forstamt hat auf die Anfrage der Fußwege-Initiative Ziegelhausen geantwortet und seine Kooperationsbereitschaft hinsichtlich aller von uns angesprochener Probleme der neu erstellten Treppenwege an der Rosensteige, der Himmelsleiter und des Weges zum Förster-Bronn-Weg bekundet. Die bisher nur mit grobem Schotter befüllten Metallstufen sollen noch eine Deckschicht aus feinerem Material erhalten und die Frage der Beschilderung wurde an das Tiefbauamt weitergeleitet. Bei den bisher fehlenden Handläufen deutet sich nur eine Teil-Lösung an: Das Amt macht geltend, dass Handläufe bei längeren Absätzen ("Podesten") nicht vorgeschrieben seien. In der Tat wurden solche Absätze überall da eingebaut, wo die Steigung nicht zu steil war. Oft folgt der Verlauf dem Muster: 2 Stufen ohne Absatz - Absatz - 2 Stufen ohne Absatz -Absatz -  2 Stufen ohne Absatz - usw. Wie das Amt hier verfahren will, bleibt abzuwarten. 

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Womit in der Stadt unterwegs?

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zeigt in einer Grafik, mit welchem Verkehrsmittel sich Heidelberger in ihrer Stadt bewegen - getrennt nach Stadtteilen.
Dabei schneidet Ziegelhausen ganz schlecht ab:  Radfahrer und Fußgänger kommen zusammen gerade mal auf 10%, vergleiche Handschuhsheim und Neuenheim.

 

 

Erste (und hoffentlich letzte) Prunksitzung der ZKG via Internet

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Im Vordergrund Sitzungspräsident Föhr mit den ZKG-Finken

Man stelle sich zum Beispiel als Wahlredner vor. Unten im Saal sitzen 500 Leute, dem Redner zudem wohlgesinnt und reagieren bei jedem Wort, bei jeder Miene, bei jeder Tonlagenveränderung. Toll!

Aber – jetzt sitzen nur 30 Zuhörer im großen Saal, beim Applaus kann man jeden Klatscher identifizieren, der Klatschpegel ist niedrig, tonale Reaktionen kaum zu hören. Sie als Redner versuchen, fehlende Reaktionen aus dem Publikum mit eigener Stimmlage, Lautstärke und Gesten zu kompensieren.

 

Anstatt ins Publikum zu schauen, suchen Sie ständig das Kameraobjektiv.

Jetzt sollen Sie entscheiden, ob die letztere Rede aufgezeichnet und für den Wahlkampf verwendet wird.

Was die Bühnenakteure der ZKG unter diesen Umständen geleistet haben ist mehr als anerkennenswert. Sie haben beschlossen, die durch die Pandemie verursachte Pause nicht hinzunehmen und das tut der Ziegelhäuser Fastnacht gut

Sitzungspräsident Alexander Föhr tat ein Übriges, fand bei der Vorstellung der Tanz-, Gesangs- und Büttenakteure immer die richtigen Worte. – „ Was ist gendern? – sächsischer Ausdruck für ein Ruderboot in Not.“

Fanfarenzug und Sitzungskapelle setzten wie immer Rahmen und Verlauf. Funkenmariechen Kaja Schwarz eröffnete mit gekonntem Einzelvortrag.

Bühnen - „Facility – Manager“ Klaus Eppinger, angestellt zum Verschieben der Bütt, entwickelte sich durch seine Wortbeiträge zum Anwärter auf künftige Büttenreden. Die wurden in dieser ersten und hoffentlich letzten Youtube – Sitzung vom Parlamentspoeten Wolfgang Heindl, „Ghostwriter“ oder „Ghostrider“  Philipp Munzinger und Marcus Zegowitz als Opfer der Gendersprache mit Bravour und ausgefeilten Wortfolgen gehalten. – Frei gehaltener Vortrag, permanent gespickt mit Wortungeheuern wie „Radler*in“ , Zapfhuhn oder Gender*innen. – Respekt!

Marcus Segowitz-sprachlich halb Frau, halb Mann
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Die Frauen von „Los Mortales“ und „White Lights“ bzw. „Stage on Fire“ setzten die sportlich – optischen Farbkleckse mit ihren Tänzen, das Mädchenballet „ZKG – Finken“  verspricht weitere Qualität für die Zukunft.

Natürlich ersetzte das Männerballett "Men in Black" Anmut und musikalische Synchronität durch spannungsgeladene Körperbewegung und Rhythmus verbunden mit ansetzender Artistik.

Als Gast erschien „Perkeo“ Thomas Barth und beschwor – nein, war sich sicher – dass es nächstes Jahr wieder die von allen heiß ersehnte Kampagne mit 3 Sitzungen und Umzug geben wird, nicht ohne über die Karnevalsgesellschaft der Oststadt ein Füllhorn des Lobes auszuschütten.

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Was ist eine „Goigle“ oder ein „Goigler“ ? – Nein Google gibt nichts her. Man findet es nur heraus, indem man*in das Wort zehnmal hintereinander langsam ausspricht  - am besten in Gegenwart eines profunden Kenners des Ziegelhäuser Dialekts. – Richtig! Verändert man leicht den Kombinationsvokal „oi“ eher zu „u“ ist man der Lösung sehr nah.  Die „Stoabach – Goigler“ sind – so der Name – eher der Spülung der „Gurgel“ zugetan – am besten vielleicht mit Wein oder Bier.

Peter Welz, Peter Knapp, Christian Knapp und Ralf Maisch besetzten zu Recht das Finale. Selbst erzeugte Livemusik mit Gitarren, Drums und Bass schloss sofort den Kontakt zum spärlichen Publikum. Was wäre gewesen, hätten sie vor 400 Menschen im Saal gespielt? „Abschied nehmen“ war ihr Motto, von Angela Merkel, vom Fleisch Essen, oder  von Alexander Föhr’s Bundestagsambitionen – vorläufig jedenfalls. Der Besungene nahm sich damit selbst auf den Arm und beteiligte sich gar daran, indem er zu den Texten die passenden Bilder zeigte.

Fazit: Es war richtig, diese Sitzung 2022 durchzuführen, um die närrische Pause nicht weiter zu vertiefen. Es war auch richtig, den hochmotivierten Akteuren Gelegenheit zu geben, ihr Erarbeitetes und ihr Training einem Publikum vorzutragen. Diese Internet – Sitzung hat ihnen viel mehr als sonst abverlangt und – man hat’s fast nicht gemerkt. Danke dafür.

Und hier die Zugaben ...

{Klaus Fanz]

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16 gelbe Striche erhitzen die Gemüter

Acht hohe Altbuchen möchte der staatliche Forstbezirk demnächst unterhalb des Buswendeplatzes oberhalb des Quellenwegs fällen. Die Kennzeichnung an den Bäumen rief aber verschiedene Anwohner des Quellenwegs auf den Plan, unter ihnen W. Göbel, promovierter Biologe und Kenner des Waldes, den er selbst schon einer kleinen Strukturstudie unterzogen hat. Er und andere Anwohner bestreiten die Notwendigkeit der Fällungen und sind zudem der Meinung, dass diese Fällungen sehr nachteilig sein werden.
Am 20. Januar trafen sich nun Vertreter des Staatlichen Forstamtes mit Förster Horst Lösch und Herrn Löffler, Anwohner, Mitarbeiter des Umweltschutzamtes, Naturschutzbeauftragte und einem Vertreter des Bezirksbeirats zur Begehung. Das Forstamt führe die Fällung weniger aus Gründen der Verkehrssicherung oder aus wirtschaftlichen Aspekten aus, sondern wolle dem Ökosystem durch die Wegnahme dieser mächtigen Buchen die Grundlage geben, eine neue Baumstruktur zu entwickeln. Dies sei für die Zukunft notwendig.
Dr. Göbel hielt dem entgegen, dass sich diese mehrgliedrige Struktur auch in Anwesenheit der Altbuchen entwickeln werde. Regenwasser würde zudem durch das Blattsystem der Buchen besser aufgefangen und in den mehr gelockerten Boden abgeleitet, möglichem Starkregen könnte durch die gesunden Altbäume besser getrotzt werden, alleine schon durch die Auflockerung des Bodens. Die betreffenden 8 Buchen stehen am östlichen Fuß des Steilanstiegs zum Weißen-Stein-Gebiet.
Etliche Naturschutzbeauftragte wiesen mit Sorge auf die dann fehlende Besiedlungsmöglichkeiten von Fledermäusen und Insekten hin.

 

Wolfgang Vater - Die Kaiser in Heidelberg - Neuer historischer Roman

Wer kennt ihn nicht - den "Russenstein" an der "Grenze" zu Heidelberg, eine kurze Rast für den Spaziergänger oder Radfahrer. Direkt am Neckar gelegen, kann man das Rasengelände auch als Liegewiese benutzen.

Woher aber kommt der Name? Das Buch von Wolfgang Vater aus Ziegelhausen gibt unter anderem darüber Auskunft.

Wolfgang Vater ist Ziegelhäuser Schriftsteller nach einem langen Berufsleben als Lehrer und Schulleiter. Er engagiert sich im Ziegelhäuser Stadtteilverein sehr kompetent nicht nur um Archive sondern auch um das, was aktuell zu tun ist.

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„Meine Großeltern waren keine Helden, sie halfen, wo es zu helfen galt.“

Lesung in der Versöhnungskirche Ziegelhausen

70 Zuhörer wollten sich über die Rettung der jüdischen Familie Herzberg durch Frieda und Mathias Müller vom Februar/März 1945 informieren, insbesondere die Beweggründe der Retter kennenlernen und zu hören, welche Eigenschaften das israelische Yad Vashem einem Retter zumisst, der als „Gerechter unter den Völkern“ gewürdigt werden soll.

Dr. Norbert Giovannini, Forscher jüdischen Lebens in Heidelberg berichtete über sein Erstaunen während der Entstehung seines Buches „Stille Helfer“, dass der Wille zur Rettung Verfolgter auch außerhalb von Großstädten, akademischem-bürgerlichen oder politisch linken Umfeld zu finden war, getragen vom Vertrauen und der Empathie, die Verfolgte und Retter aufgebaut hatten und – wie der Enkel Egon Müller ergänzte – auch durch gelebte Religiosität. Mathias Müller war Bauarbeiter und Frieda verdiente ihren Lebensunterhalt als Waschfrau in Ziegelhausen mit Kundschaft bis nach Mannheim, dort zur Kaufmannsfamilie Herzberg

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Schriftstellerin Marion Tauschwitz, bekannt auch durch ihre Biografie über Hilde Domin, las aus dem Eigenbericht der verfolgten Doris Herzberg-Perlstein, die die Familiengeschichte der Herzbergs in den letzten Kriegswochen von der armseligen Unterbringung in der zerstörten Stadtwohnung über die erste Fluchtstation in Mannheim-Schönau, der nächtlichen Flucht nach Ziegelhausen in den Rainweg 24, wo sie von den Müllers auf dem Dachboden versteckt und versorgt wurden. Der Lebenswille der 16-jährigen Doris wurde dabei mehrfach auf die Probe gestellt: Durch eine schwere, unbehandelte, Lungenentzündung, ständige Furcht vor Entdeckung - (Dr. Ulrike Schlenker las aus "Ziegelhäuser Geschichten" von Ernst Hug - und Angst und Panik bei Fliegerangriffen und dennoch fand sie immer zu ihrem Lebenswillen zurück, selbst, mit ihrer Familie weiterleben zu wollen, auch in Kenntnis und der Ahnung des millionenfaches Mordes an Angehörigen jüdischen Glaubens.

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Marion Tauschwitz
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Klaus Fanz

Wer waren Frieda und Mathias Müller?

Egon Müller beschrieb seine Großeltern als gütig, arbeitsam, sehr familiär – wie viele Andere im Dorf auch, aber ausgestattet mit jenem Sinn für Menschlichkeit, der sie die Hürde unmenschlichen staatlichen Terrors überschreiten ließ. Nach dem Ende der Nazi-Schreckensherrschaft hatte es aber noch Nachbarn gegeben, die diese Rettungstat verurteilten, eine Würdigung im Dorf oder Land ist nie erfolgt, erst im August 2021 hatte der Stadtteilverein auf private Initiative eine Gedenktafel angebracht, während andere Helfer in Mannheim mit dem Bundesverdienst-orden ausgezeichnet wurden.

 

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Dr. Norbert Giovannini
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Egon Müller

Die Yad – Vashem – Gedenkstätte in Jerusalem, wichtigtes Besuchsziel für ausländische Politiker in Jerusalem, hat Millionen Namen von Opfern des Holocaust aufgeschrieben, aber auch mehreren Tausend Rettern in Form von Baumpflanzungen im „Garten der Gerechten“ ein Denkmal gesetzt, so auch posthum im Oktober 1978 den Ziegelhäusern Frieda und Mathias Müller, die schon beide 1969 verstorben waren.
Dr. Giovannini erklärte die Einbettung der aufgenommenen „Gerechten“ in das Netz israelischen Dankes und Fürsorge bis hin zur Krankenbehandlung und materieller Unterstützung.

Yad Vashem hat nie zwischen der nationalen Zugehörigkeit der Retter unterschieden, sondern nur den Menschen auf Grund seiner Rettungstat gewürdigt: Oskar Schindler, Hermann Maas, Berthold Beitz, um nur einige bekannte deutsche „Gerechte“ zu nennen.

Pfarrer Falk von Uslar eröffnete und beschloss die Lesung mit Worten religiöser Betrachtung, zitierte dazu den von Nazis ermordeten Dietrich Bonhoeffer und Moderator Klaus Fanz konnte den 29.März 1945 nun als konkret fassbares Datum aufnehmen, jenen Tag, den seine Oma immer als den Tag beschrieben hat, an dem „der Ommi kumme is.“, jenen Tag, als die Herzbergs befreit wurden, als die amerikanischen Panzer die Peterstaler Straße herunter rollten.

Julius Jöhrens bereitete den Anwesenden mit seinem virtuosen Klavier- und Orgelspiel eine andere, angenehme, aber auch Nachdenklichkeit erzeugende Beanspruchung des Hörsinns. Besonders das „Impromptu“ von Franz Schubert bettete das Gehörte in einen gelungenen Gesamteindruck ein.

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Julius Jöhrens

Im „Zick – Zack“ durch die Kleingemünder Straße

Verkehrsmanagement beteiligt Anwohner an weiterer Planung

Einig waren sich alle 30 Anwesenden und die Vetreter des Verkehrsmanagements in der Problembeschreibung: Zielverkehr ja – Durchfahrt nein. Im Vorfeld haben sich 35 Bürger*innen online und viele Kinder der Grundschule über das „Motzmonster“ sehr eindeutig geäußert:

Der Durchfahrtsverkehr muss drastisch reduziert werden,

aber auch der Einkaufsverkehr soll die bestehenden Parkplätze am Kuchenblech benutzen,

die Fahrgeschwindigkeiten dürfen die Vorgabe von max. 7 km/h  nicht überschreiten

In der Straße soll man sich wohlfühlen – Aufenthaltszonen, Sitzbänke, Begrünung, Spielmöglichkeiten uva. waren als Wünsche formuliert.

Wie? – Worin bestehen Lösungen?

Die Vertreter des VM sammelten Ideen von den Anwesenden, brachten aber selbst –absichtlich- fast keine Vorgaben ein. Hier fand sich das erste Manko. Mehrere Innenzonenstudien in den letzten Monaten beschreiben ein gesteigertes Einkaufverhalten bei Reduzierung oder Wegfall des Autoverkehrs. Hier diskutierte man im freien Raum.

Genannt wurden einheitliches Entree in verkehrsberuhigte Zonen stadtweit, Sitzgelegenheiten, Pflanzkübel, Benutzung des Straßenraums durch den Handel, Dialog-Radar, Fahrbahnkissen, abgestimmte Ampeln zur L534, optimierte Verkehrsführung zu und aus den Parkplätzen, Bewirtschaftung und zeitliche Begrenzung (1 Std.)  bei den Kurzzeitparkplätzen, aber auch die zeitverzögernde Schranke, mehr Kontrolle durch die Polizei.

Fast nichts Neues also, alles wurde zumindest schon angedacht, einiges schon probiert, die Schranke – obwohl vom Bezirksbeirat beschlossen, von der Geschäftswelt heftig abgelehnt - ohne Praxistestung verworfen.

Bei der nachfolgenden Diskussion zeigte sich immer wieder das zweite Manko: Das Auto wurde immer wieder als das wichtigste Objekt in der verkehrsberuhigten Zone betrachtet in seiner Rolle als Kundenzubringer bis zur Ladentür, nachgeordnet waren oft Fußgänger, Radfahrer, von spielenden Kindern –wie auf dem Verkehrszeichen 325 abgebildet – ganz zu schweigen.

Das Verkehrsmanagement will nun alles in einen Guss bringen und um die Jahreswende dem Gemeinderat vorlegen. Natürlich sollen in ein- oder zwei Jahren die Lenkungsinstrumente evaluiert werden und ggfs. durch andere ersetzt werden.

-Pressebericht RNZ 05.10.2021 -

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Herr Leven, vortragender Verkehrsingenieur , Frau Sauer, Leiterin des Verkehrsmanagements
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Kommentar: Es wird noch viel Wasser den Neckar hinunterfließen, bis die Kuchenblechparkplätze und der „Gscheidle“-Parkplatz als anzusteuernde Stellplätze akzeptiert werden. Von dort erreicht man jeden Punkt in der Kleingemünder Straße in 2 min – zu Fuß, wie schon seit 30 Jahren 5 km flußabwärts erfolgreich praktiziert.  Klaus Fanz

Ersatzneubau Brücke
Stand der Planungen
Juli 2021

Planungsdetails

aus der BBR-Sitzung

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"Überbrückungssanierung"

Geplant ist der Beginn des Brückenneubaus frühestens für 2028. Doch bis dahin müssen noch enorme Geldsummen für Stützung in das "Fass ohne Boden". 1,3 Mio sollen noch 2022 fließen, damit die Brücke bis dahin für den Leichtverkehr und die Linie 33 noch benutzbar ist. Dazu muss im Herbst 2022 noch gesperrt werden.

Die beschloss der zuständige gemeinderätliche Ausschuss "Stadtentwicklung und Bauen" auf seiner jüngsten Sitzung. Dazu der Bericht der "Rhein-Neckar-Zeitung".

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Neugestaltung der
Kleingemünder Straße

Stand der Planungen
Juli 2021

Planungsdetails

Erläuterungen
a
us der BBR-Sitzung

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Mutwillige und sinnlose Zerstörungen des Osterschmucks am Löwenbrunnen sind für jeden Bürger vollkommen unverständlich.
Deswegen hat der Kurator, Herr Erich Lehn, diese Vorgänge zum Anlass für ein Mundartgedicht genommen.    

 

Osterei om Löwebrunne:

Hängt nimmi owwe, kaputt, is drunne!

Quellewasser pletschert munner in de Sondstontrog dorunner ,

der, im Winter ugenutzt,  vum Brunnemester jetzt gebutzt.

Om Brunnestock, do lese mir: Achtzehnhundertzwonzig-vier.

Domols hot ma`n,  so werd vermeldt,  zum Wasserholle uffgestellt.

Heit schmickt ma Brunne, a als Donk.

weil Wasser lebenswicht`ger Tronk!

Der Leb uff soinem Sockel lacht, weil ringsum wächst  e bunti Pracht.

Zum Brunnerond in weitem Boge werd Schnur um Schnur herabgezoge,

on der, vun Perle abgetrennt, e Ei newa`m Onre hängt.

Die hot ma vun de Schule gholt, wu sie vun Kinner ongemolt.

Dausend  Eier vun Format, jedes Stick e Unikat.

Aus Tujazweig in großer Kronz,  -

Zwee Woche war die Schönheit gonz! ---

Jetzt: Hunnert Eier runnergrisse!  Wu bleib de Täter ihr Gewisse?

Doch e Nochbarin hot gsehe, wie die Untat is geschehe.

Unner ihrer Mütter Blicke dun Kinner Eier grad verdricke,

un schmeiße donn, des konn net soi, die Schale in de Brunne noi!

Was geht blos in so Mensche vor, soll ma des nemme mit Humor?

Vor zwee Johr war desselwe Spiel:

Scheenes zerstöre, is Monche ihr Ziel!

E Stick Kultur wollt ma erhalte,

den Brunne österlich gestalte.

Die konze Erwet war umsunscht –

Ma hot kon Blick mehr fa die Kunschd!

Ostern war fa uns geloffe!

Vielleicht soll ma uff`s nächst Johr hoffe?

Widder mache in griene Kronz?

Doch die Eier wern nimmi gonz!

.

Erich J.Lehn, nöch Ostern 2021.

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Unterer Dorfbrunnen ("Löwenbrunnen")
Aufgenommen vor Ostern, vor den Beschädigungen)

Ziegelhausen: Neues Feuerwehrgerätehaus erhält großflächige Wand- und Deckenelemente. Obergeschoss wird in Holztafelbauweise aus 32 Bestandteilen errichtet.

Das Feuerwehrgerätehaus Ziegelhausen in der Kleingemünder Straße 18 wird derzeit neu gebaut. Das neue Gebäude soll den heutigen Anforderungen an einen sicheren und attraktiven Feuerwehrdienst entsprechen und dient darüber hinaus im Katastrophenfall als Anlaufstelle für die Bevölkerung. Das alte Feuerwehrgerätehaus an demselben Standort – im Hof des Alten Rathauses – wurde Anfang 2020 abgerissen.

Die Bauarbeiten für den Neubau schreiten stetig voran: Der Massiv-Rohbau des Erdgeschosses ist fertiggestellt. Derzeit wird das Obergeschoss in Holztafelbauweise errichtet. Verbaut werden dafür großflächige Wand- und Deckenelemente, die eine Zimmerei im Vorfeld gefertigt hat. Insgesamt besteht das neue Obergeschoss aus 32 Holzelementen. Ihre Anlieferung ist sehenswert: Mithilfe eines Krans werden die riesigen Teile von der Landesstraße 534 am Neckar durch die Lüfte getragen, um auf dem Obergeschoss platziert und montiert zu werden. Das größte Element, ein auskragender Fachwerkträger, umfasst eine Fläche von 10,5 mal 3,6 Metern. Dieses wird Teil des neuen Schulungsraumes. Im Anschluss gehen die Arbeiten an der Gebäudehülle weiter, die bis Ende März 2021 regendicht sein soll. Danach folgen der Innenausbau, die Fassadenmontage und die Außenanlagen. Die Fertigstellung ist im Oktober 2021 vorgesehen. 

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Derzeit wird das Obergeschoss des  Feuerwehrgerätehauses Ziegelhausen  in Holztafelbauweise errichtet, das aus 32 Holzelementen besteht. Ein Kran   trug die riesigen Teile durch die Lüfte, die anschließend auf dem oberen  Geschoss platziert und montiert wurden. 

Hintergrund: Feuerwehrhaus in Passivhaus-Bauweise

Errichtet wird ein moderner, zweistöckiger Neubau in Passivhaus-Bauweise. Die Dachfläche wird begrünt und mit einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage versehen. Die erzeugte Energie wird primär für den Eigenverbrauch verwendet. Der Hof des alten Rathauses sowie die Ausfahrt zur Landesstraße 534 werden ebenfalls erneuert. Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Ziegelhausen weiter zu sichern, wurde für die Zeit der Bauarbeiten eine temporäre Fahrzeughalle auf dem Parkplatz „Bürgeramt“ (Gscheidle-Parkplatz) errichtet.

Stadt fördert Sonnenstrom vom Dach Stadtblatt 18.11.2020
Berlin und Heidelberg einzige deutsche Städte auf Liste der weltweiten Vorreiter beim Klimaschutz

Bis 2050 will Heidelberg die CO2 - Emissionen um 95 Prozent reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt ihren Klimaschutz-Förderungskatalog erweitert. Künftig gibt es auch Zuschüsse für Photovoltaikanlagen. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen. Gefördert werden Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Fassaden. Zusammen mit weiteren Maßnahmen will die Stadt eine zusätzliche Photovoltaik-Leistung von 25 Megawatt bis 2025 erreichen. Das steht als Ziel im 2019 beschlossenen Klimaschutz-Aktionsplan (#hd4climate). Förderung von Photovoltaikanlagen › auf Dachflächen mit 100 Euro/kWp (pro Kilowattpeak) › auf Gründächern bis maximal 250 Euro/kWp (pro Kilowattpeak) › an Fassaden mit 200 Euro/kWp (pro Kilowattpeak). Mehr Auskünfte über die Förderkonditionen gibt es im Internet und über die Solar-Energieberatungshotline. Ab 2021 können die Förderanträge gestellt werden. Sonnenenergie hat großes Potenzial Bereits seit vielen Jahren bietet die Stadt über das Förderprogramm Rationelle Energieverwendung Unterstützung für private Klimaschutzmaßnahmen. Zuschüsse gibt es unter anderem für den Wärmeschutz von Altbauten, für Passivhäuser und jetzt auch für Photovoltaikanlagen. Auch die Stadtwerke Heidelberg beteiligen sich an der Umsetzung der ehrgeizigen Klimaschutzziele. Sie hat sich vor Kurzem mit sieben Millionen Euro an der neuen Betreibergesellschaft für Wind- und Solarparks beteiligt und sieht Investitionen in Höhe von 35 Millionen Euro vor. Weltweit Vorreiter beim Klimaschutz Als einzige deutsche Stadt neben Berlin ist Heidelberg bereits zum zweiten Mal auf einer Liste von 88 Vorreiter-Städten weltweit, die aktiv Klimaschutz betreiben. Die NichtRegierungsorganisation CDP („Disclosure Insight Action“) erstellt diese Liste anhand der Daten von fast 1.000 Städten. „Die CDP-Daten für das Jahr 2020 für Heidelberg zeigen, dass wir mit unserer Klimaschutzpolitik auf dem richtigen Weg sind“, so Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Raoul Schmidt-Lamontain, seit 1. Oktober Klimabürgermeister in Heidelberg, betont: „Wir müssen jetzt unbedingt sicherstellen, dass wir den Klimaschutz in der Corona-Pandemie nicht aus den Augen verlieren.“ red
Auskünfte zur Klimaschutzförderung unter 06221 58-18141 www.heidelberg.de/ sonnenstrom und www.heidelberg.de/ masterplan

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Hangrutsch am Bächenbuckel

Zu Jahresende 2017 rutschte der Bächenbuckelhang nach unten. Um weiteres Rutschen zu verhindern hat die Stadt dann riesige, schwere Betonblöcke auf die bergseitige Straßenhälfte gelegt. Der Preis dafür ist eine massive Einschränkung insbesondere des fußläufigen Verkehrs.
Weshalb diese Sperrung nun über 2 Jahre dauert, weiß keiner so richtig: Juristische Gründe und Prozesszeiten werden angeführt. Aber ist das Arbeitstempo von Gutachtern und Juristen dem Wohl von Fußgängern, Anwohnern, Autofahrern (Bergbus) höherwertiger?
Korrespondenz mit der Stadt.

Die Antwort des Amtes für Verkehrsmanagement dazu lesen Sie hier.

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